Hedingen teilt Glencore-Geld mit Armen“, TA Online vom 22. September 2013

von hedingenhandelt

Gegen den Willen des Gemeinderats haben heute die Hedinger entschieden, dass sie einen Teil des Glencore-Geldsegens an Schweizer Hilfswerke weitergeben.

Teilt mit Schweizer Hilfsorganisationen: Die Gemeinde Hedingen.

Teilt mit Schweizer Hilfsorganisationen: Die Gemeinde Hedingen.

Mit 764 zu 662 Stimmen haben sich die Hedingerinnen und Hedinger dafür entschieden, einen Teil jenes unverhofften Geldsegens, welcher den Zürcher Gemeinden aus dem Glencore-Börsengang zugekommen ist, an Schweizer Hilfsorganisationen zu spenden.

Hedingen erhielt rund eine Million Franken von den 164 Millionen, welche der Börsengang des Rohstoffkonzerns in den Finanzausgleich spülte. Davon werden nun rund 110’000 Franken an Projekte in Kolumbien, Bolivien und in der Demokratischen Republik Kongo bezahlt. Dabei handelt es sich um Hilfsaktionen, die jene Menschen unterstützen, welche durch den Rohstoffabbau geschädigt werden.

Erste solidarische Gemeinde

Die Urnenabstimmung ist aufgrund der Initiative «Hedingen handelt solidarisch» zustande gekommen. Sie ist Teil einer Bewegung, die derzeit im Säuliamt in verschiedenen Gemeinden Vorstösse unternimmt, um einen Teil jenes Geldes, das teilweise auf Kosten der Armen erwirtschaftet wurde, an Schweizer Hilfswerke zu spenden. Entsprechende Initiativen sind zuvor in verschiedenen Gemeinden des Kantons ergriffen worden. Bisher sind alle gescheitert.

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