Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hilfswerke

Nach welchen Kriterien habt ihr die Hilfswerke und Projekte ausgewählt?

Die Hilfswerke und Projekte sollten:

  • in Ländern tätig sein, in denen Glencore/Xstrata Rohstoffe abbaut

  • Menschen unterstützen, ihre Rechte wahrzunehmen, zu schulen, um ihre Lebensgrundlagen zu sichern

  • Schweizer Hilfsorganisationen sein, die bekannt und anerkannt sind

  • möglichst Zewo-zertifiziert sein (Zewo ist das Gütesiegel für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisationen in der Schweiz)

HEKS und Helvetas erfüllen alle diese Kriterien. ASK hat kein Zewo-Zertifikat. Weshalb empfiehlt ihr dieses Projekt dennoch?

Die ASK ist ein sehr kleines Hilfswerk. Sie verfügt nur über 130 Stellenprozente, ein Grossteil der Arbeit wird von Freiwilligen geleistet. In Kolumbien ist sie seit 25 Jahren tätig, steht im Kontakt mit vielen Organisationen und Gruppen vor Ort, dient als Koordinationsstelle von Hilfswerken und vermittelt Informationen. In all diesen Jahren hat sich die ASK fundiertes Wissen erarbeitet zur Situation der Menschen in Kolumbien und im Speziellen zur Lage in den Kohle-Abbaugebieten.

Ein Zewo-Gütesiegel ist zwar wünschenswert, dies zu erlangen bedeutet aber für ein kleines Hilfswerk einen grossen Mehraufwand – finanziell und personell. Die Aufnahmekosten belaufen sich auf rund CHF 4’500.-, Arbeitsstunden nicht eingerechnet. ASK ist daran, sich auf die Prüfung vorzubereiten und hat sich deshalb das geforderte Buchhaltungssystem Swiss GGAP FER angeschafft.

Die Rohstoffmultis sind sehr oft in Ländern tätig mit wenig demokratischen Strukturen und schwachen Regierungen. Wie garantieren die Hilfswerke, dass das Geld diejenigen bekommen, die es wirklich nötig haben und nicht eine auf ihren Vorteil bedachte Oberschicht?

  • Die verschiedenen Hilfswerke haben interne Regelungen, die in jedem Fall Bestechung untersagen. An die Regelung sind auch die lokalen Partner gebunden. Dies wird regelmässig kontrolliert.
  • Der moderne Ansatz der Hilfswerke, auch der staatlichen Agenturen wie DEZA, sieht im bestechungs- und korruptionsfreien Vorgehen immer auch eine Projektkomponente, ein Ziel. Um das Ziel zu erreichen, werden auch Verzögerungen in Kauf genommen.
  • Alle Hilfswerke haben interne Controllingsysteme, welche den Mittelfluss vom Spender bis zu den „Begünstigten“ überwachen.
  • Hilfswerke arbeiten transparent. Die Zahlen sind öffentlich, auch in den Projektländern. Das verhindert, dass Mittel in falsche Taschen abgezweigt werden können.
  • Aber: Garantieren kann ein Hilfswerk nicht, es kann nur ausweisen, dass es alles in seinen Möglichkeiten Liegende tut, damit die Mittel ans Ziel kommen. Es gibt kriminelle Energie, in armen Ländern, auch in der Schweiz. Hilfswerke können Opfer von Kriminellen werden. Das ist auch Schweizer Verwaltungen schon passiert. Solche Situationen sind aber äusserst selten, und die Vergehen werden in jedem Fall veröffentlicht und strafrechtlich aufgearbeitet. Auch das ist dann ein Beitrag gegen die Korruption der Reichen.